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Randnotizen

Sammelgebiet Russland-Zarenreich
letzte Änderung 4.12.2011
Artikel zum Sammelgebiet "Russland Zarenreich" bis 1917 einschließlich den Nebengebieten und der Vorphilatelie. Das umfasst Artikel aus der ArGe-Zeitschrift "DZRP" sowie interessante Meldungen, Artikel und Abhandlungen von Mitgliedern derArGe als Ergänzung zur DZRP. 

zu DZRP-Artikeln Zarenreich
zu Kurz-Artikeln und Informationen aus der Zarenreich-Philatelie


Artikel aus der "DZRP"

ROPiT 
Postämter am Schwarzen Meer 1864-1899
 
VON THOMAS BERGER (BERN)
 
Die Publikationen von Tchilinghirian und Stephen zu den russischen Auslandspostämtern aus den Jahren 1957-1960 stellen auf Grund der Qualität ihrer detaillierten Ausarbeitung auch nach fünfzig Jahren noch das Standardwerk für die russische Post in der Levante dar. Für seine Sammlung "Postgeschichte des Schwarzen Meeres" hat Thomas Berger in nachstehendem Artikel das Briefmaterial aus den ROPiT-Postämtern am Schwarzen Meer zusammengetragen.
 
Artikel aus DZRP 95, November 2011:
 

PHILATELIE UND POSTGESCHICHTE DES SEMSTWOS CHWALYNSK</br>
von Michail Lapuschkin (Saratow)
  
In der DZRP Nr. 75 [November 2001] hat Albert Pflüger das vorhandene Material der Semstwo-Post des Landkreises Chwalynsk präsentiert und die sozio-ökonomischen Hintergründe für Existenz und Ende dieser Post aus der vorhandenen Literatur zusammengefasst. In DZRP 93 [November 2010] erweitert ein Beitrag von M. Lapuschkin dieses Thema (die russische Version dieses Artikels ist hier unter der Seite International Section zu finden). Auf der folgenden Seite zeigen wir ein bisher nicht veröffentlichtes Manuskript dazu:
 
  (Wappen von Kvalinsk
aus dem Jahr 1781) 
 
 

AUS DER GESCHICHTE DER RUSSISCHEN PHILATELIE (7) :
OLEG FABERGÉ, MICHEL LIPHSCHUTZ UND SIMON TCHILINGHIRIAN
(aus DZRP Nr. 93, November 2010)
 
Eine neue Folge von Michael Kuhn, AIJP aus der "Geschichte der russischen Philatelie". Folge 7 berichtet über die Sammler O. Fabergé, M. Lipschutz und S. Tchilinghirian.
 
 
---
 

"Inventur der bekannten Breitfuss-Korrespondenz"
aus DZRP Heft 91 / Oktober 2009
(Michael Kuhn, Bamberg,  AIJP)
 
Beim Sichten meiner Ganzsachenbestände drehte ich 1996 eine ganz gewöhnliche Postkarte (MICHEL P16F) erstmals um und las die dicht beschriebene Rückseite. Ich hatte eine Bestellung von Friedrich Breitfuss an den französischen Briefmarkenhändler Bouchard vom 6. April 1900 in Händen (Nr. 76 der folgenden Liste). Der ausführliche Text schärfte meinen Blick für die ausgeprägte, nach links geneigte Handschrift dieses großen Philatelisten.
Und so entdeckte ich nach und nach in meiner eigenen Sammlung noch mehrere Ganzsachen aus der Hand von Breitfuss. Zwischenzeitlich hatte auch Andrew Cronin im Post-Rider immer wieder auf Breitfussiana hingewiesen. Nachdem ich aus Wühlkisten auf Messen und bei Händlern weitere solche Belege erworben hatte, mir bei meinen literarischen Nachforschungen zu meinem Buch "Wissenswertes zur Rußland-Philatelie" ebenfalls immer wieder Breitfussiana unterkamen, reifte der Plan doch eine Inventur der greifbaren Belege von Breitfuss zu erstellen.
Die folgende Auflistung umfasst 85 Positionen. Diese teilen sich auf wie folgt:
         7        Ganzsachen-Postkarten
         1        Blanko-Postkarte
         9        Blanko-Umschläge
         1        sog. Wohltätigkeitsumschlag
        64        Ganzsachen-Umschläge
         3         besondere Ganzsachen-Umschläge, nämlich U I.
        85        gesamt
 
Mit den Umschlägen U I hat es eine besondere Bewandtnis, wie uns Eugen Lentz, der langjährige Sekretär der St. Petersburger Sektion des Internationalen Briefmarkenvereins Dresden in seinen "Erinnerungen eines alten Philatelisten" berichtet: "Später ist Breitfuß immer noch persona gratissima bei dem Postdirektor geblieben, was ihm so manchen Vorteil brachte; er bekam auch einmal die ganze, aus 100 Stück bestehende Auflage der Umschläge 7 auf 20 Kop., welche nur irrtümlich überdruckt worden waren. Da er aber 20 ½ Kop. dafür erlegen musste, sie demnach als 20 Kop. durch die Bücher gegangen sind, so dürfte man diese Umschläge streng genommen auch nur als Probedrucke ansehen, die von der Post durchgelassen wurden." (Der Philatelist, Organ für Postwerthzeichenkunde 38, 94 (1917) ). Von diesen Umschlägen U I tauchen 3 in dieser Liste auf. Weitere gelaufene Exemplare sind sehr selten und erzielen hohe Preise.
 
Von den Postkarten sind folgende MICHEL-Nummern zu verzeichnen:
P2, P4, P5, P6, P16F und P18.
An Umschlägen finden sich folgende Katalog-Nummern (natürlich in verschiedenen Größen):
U13, U20, U21, U22, U23, U25, U26, U27, U28, U29, U30, U31, U33, U34, U35 und U43;
 
Alle Belege von Breitfuss zeichnen sich durch ein akkurates Erscheinungsbild aus. Eventuelle Zufrankierungen sind stets sauber in der rechten oberen Ecke oder neben dem Wertstempel angebracht. Manche Belege sind mit einem Firmen- bzw. Namensstempel versehen: F. Breitfuss, entweder in Russisch, seltener auch in Deutsch, oder Bruno Saenger & Co, Depot photographischer Utensilien, St. Petersburg, der Firma, deren Leiter er war.
Ich bin der festen Überzeugung, daß bei der umfangreichen Korrespondenz, die Breitfuss als Generalsammler mit aller Welt gepflegt hat, noch eine ganze Menge von solchen Belegen unerkannt in vielen Sammlungen schlummert. Ich bitte die Besitzer mir saubere Fotokopien oder besser Scans von Vorder- und Rückseite der Belege zuzusenden, um die Aufstellung zu ergänzen.
Nun kann man natürlich auch unter einem anderen Gesichtspunkt, nämlich dem philatelie- geschichtlichen, einen Blick auf die Belege werfen. Breitfuss, der größte Sammler seiner Zeit in Rußland, schreibt an viele prominente Philatelisten, die teilweise auch Verleger und Redakteure philatelistischer Journale waren, an bekannte und weniger bekannte Briefmarkenhändler, in Vereinsangelegenheiten, usw.. Auch ein Brief an den Besitzer der ersten "Marken-Klinik" in Berlin ist dabei. Nur einige wenige Schreiben sind privater Natur. Besonders interessant sind natürlich Postkarten, da ja nur bei diesen ein längerer Text zu finden ist. Vgl. Abbildung Belege 4, 25, 39, 76 und 78. Ein Teil der Angaben ist entnommen dem Buch ‚Geschichte der Philatelie' von Carlrichard Brühl und ‚Who is Who' von der Website des BDPh.
Die Fortsetzung des Beitrages mit dem ausführlichen Beleg-Verzeichnis und den erwähnten Abbildungen finden Sie auf der Seite "Breitfuss-Belege".
 

 
 
Sammler stellen vor:
Fehler und Besonderheiten auf Marken und Belegen Russlands und der UdSSR
 
Schwindel- und Phantasiemarken: Levante 
(aus DZRP Heft 90/ April 2009) 
 
 
In letzter Zeit tauchen auch bei eigentlich seriösen Auktionshäusern immer wieder
Schwindel und Phantasieausgaben der Levante auf. Besonders "beliebt" sind hierbei
die "Schiffchen"-Ausgaben. Dieser Artikel von Michael Kuhn fasst diese Ausgaben
kurz zusammen:  "Levante" (PdF-Datei 115 K)
 
 
 
 
AUS DER GESCHICHTE DER RUSSISCHEN PHILATELIE (4) :
AGATHON KARLOVICH FABERGÉ, JUWELIER DES ZAREN UND PHILATELIST
(aus DZRP Nr. 88)
 
Fachleute schätzen, dass rund 80 % des klassischen finnischen und russischen Materials früher oder später durch die Hände Fabergés gegangen ist. Michael Kuhn hat als 4. Folge der "Geschichte der russischen Philatelie" interessantes zum Leben dieses bekannten Sammmlers zusammengestellt:
 
Agathon Fabergé (PdF-Datei  123KB)
 
 
 
 
 
 
 
Russlands unbekannte Kriege (aus DZRP Nr. 85)
 
Dazu Autor Thomas Berger: "Russland führte ständig Krieg. Der freie Zugang zur Ostsee unter Peter dem Grossen und zum Schwarzen Meer unter Katharina der Grossen waren existentiell für ein Land, dessen einziger Weg zu den Weltmeeren und damit zum Welthandel über das Eismeer führte. Die Sicherung dieser Eroberungen führte vor allem an der Südgrenze zu einem kontinuierlichen Kriegszustand mit dem Osmanischen Reich. In einer kleinen Artikelserie möchte ich Ursachen, Wirkungen und postgeschichtliche Zeugnisse aus drei Kriegen des 19. Jahrhunderts vorstellen:
Der Russisch - türkische Krieg 1828/29, der Krimkrieg 1853/56 und der Russisch - türkische Krieg 1877/78"  (als Pdf-Datei 212K hochladbar). 
Das Triumphtor von Sankt Petersburg (1836)      
wurde als Andenken an den Sieg im Krieg gegen die
Türken von 1828–1829 erbaut (aus Wikipedia)    
 
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Notizen, Informationen und Kurzmeldungen zur Zarenreich-Philatelie

Jahrmarkt Nischni-Nowgorod
Im Juni 2007 wurde diese ungelaufene Postkarte vom Jahrmarkt Nischni-Nowgorod, aufgenommen 1916 bei Ebay angeboten und für 8,50 Euro zugeschlagen. Zu diesem Thema gab es früher schon zwei Artikel in der ArGE-Zeitschrift. 
In der DZRP Heft 73/2000 (Seite 9/10) hat ArGe-Mitglied Günter Ludwig (Marl) einen kleinen Artikel  dazu verfasst. Von 1817 bis 1917 wurden in Nischni Nowgorod Messen und Märkte abgehalten. An diesen Jahrmärkten, die immer ein besonderes Ereignis waren, gab es auch entsprechende Gelegenheits-Poststempel für bestimmte Ereignisse.  
Hr. Ludwig zeigt eine  Postkarte P11 mit dem Ortsstempel "Nischnij Jarmarka 25.9.1908 a", auch eine ähnliche Postkarte wie oben ist abgebildet, anscheinend von der anderen Seite der Straße. Inzwischen hat ArGE-Mitglied Thomas Wiegmann freundlicherweise ein Bild der Postkarte P11 zur Verfügung gestellt, unten links ein Ausschnitt mit dem Stempel, leider etwas schlecht abgeschlagen und rechts die Postkarte im Ganzen.

Ausschnitt und Vergrößerung Stempel
 

 
 
Bereits in DZRP Heft 38/1985 (Seite 63/64) hat ArGe-Mitglied W. Frauenlob (verstorben) einen Jahrmarkts-Brief vorgestellt, er schrieb damals: "Frankiert mit 10 Kopeken und entwertet mit Sechseck-Punktstempel  "30" mit spitzen Ecken zu beiden Seiten für die Postabteilungen. Der Stempel NISCHNI-NOWGOROD, temporär - Jahrmarkt (siehe Abbildung rechts). Der Abgangsstempel auf der Rückseite heißt Nischni-Nowgorod, Filiale Jahrmarkt, Ankunftstempel Moskau, 5.August 1860. Der Brief wurde damals auf einer Auktion für 750.- SFr plus 15% Aufgeld erworben.
 
 
 
 
 
 
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